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Normen für PSA II

Für Persönliche Schutzausrüstung der verschiedenen Bereiche gibt es zahlreiche Normen und Vorschriften, zum Teil mit ISO-Zertifizierung. Hier stellen wir Ihnen die gängigsten Normen vor.

EN 13688 Schutzkleidung – Allgemeine Anforderungen

Diese Internationale Norm legt allgemeine Leistungsanforderungen an die Ergonomie, die Unschädlichkeit, die Größenbezeichnung, die Alterung, die Verträglichkeit und die Kennzeichnung von Schutzkleidung sowie an die Informationen, die der Hersteller mit der Schutzkleidung mitliefern muss, fest.
Diese Norm wird in Kombination mit anderen Normen angewendet, die Anforderungen an spezifische Leistungen enthalten. Sie darf nicht für sich allein angewendet werden.
Sie ist die Grundlagennorm für Produktnormen für Schutzkleidung für das Inverkehrbringen unter der Richtlinie 89/686/EWG für Persönliche Schutzausrüstung.

Piktogramm für EN 343EN 343 Schutz gegen Regen

Diese Norm legt die Anforderungen und Prüfverfahren für Materialien und Nähte von Schutzkleidung gegen den Einfluss von Niederschlag (z.B. Regen, Schneeflocken), Nebel und Bodenfeuchtigkeit fest. Die Norm gilt nicht für Kleidungsstücke zum Schutz gegen andere Niederschlagseinflüsse (zum Beispiel Wasserspritzer, Wellen). Anforderungen an Schuhwerk, Handschuhe und separate Kopfbedeckung sind nicht in dieser Norm enthalten.
Prüfinhalt sind die die Eigenschaften der Wasserdichte sowie der Wasserdampfdurchlässigkeit (Atmungsaktivität). Es können drei Klassen erreicht werden.

Piktogramm für EN 14058

EN 14058 Schutzkleidung - Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebung

Die Norm legt sowohl die Anforderungen an die Schutzkleidung als auch die Prüfverfahren für Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstücken zum Schutz des Körpers gegen kühle Umgebung fest.
Als kühle Umgebung definiert die Norm: Umgebung, die allgemein durch eine mögliche Kombination aus Luftfeuchte und Wind bei Temperatuten von -5° C und darüber gekennzeichnet ist.
Ermittelt wird der Wärmedurchgangswiderstand, d.h. in welchem Umfang die Körperwärme am Körper bleibt. Festgelegt sind die drei Klassen.

Piktogramm für EN 14058

EN 342 Schutzkleidung - Kleidungssysteme und Kleidungsstücke zum Schutz gegen Kälte

Die Norm legt die Grundlage für Anforderungen und Prüfverfahren gegen Kälte fest. Die Wärmeisolation ist hierbei die wichtigste Eigenschaft. Wind und körperliche Tätigkeit können die Wärmeisolation erheblich verändern. Das Schwitzen sollte bei längerem Aufenthalt in der Kälte vermieden werden, da die Feuchtigkeitsaufnahme die Isolation beeinträchtigt.
Anhand einer Tabelle, die jeder Informationsschrift eines Kleidungsstückes beiliegt, ist zu entnehmen, bei welcher Temperatur die Bekleidung geeignet ist.

Piktogramm EN ISO 20471

EN ISO 20471 Hochsichtbare Warnkleidung

Bekleidung, die nach dieser Norm hergestellt wird, soll sicherstellen, dass der Träger bei allen Lichtverhältnissen und von allen Seiten von Fahrzeugführern auffällig sichtbar und als Mensch erkennbar ist. Diese Norm gilt nur für Situationen mit hohem Risiko, welches in drei Klassen eingeteilt wird. Hohes Risiko besteht immer dann, wenn eine Person nicht aktiv am Verkehrsgeschehen teilnimmt, sondern sich mit anderen Abläufen (Arbeiten oder Notfallsituationen) beschäftigt – also ein passiver Verkehrsteilnehmer ist. Die Klassen richten sich nach den Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, in denen der Träger unterwegs ist. Die Kleidung der unterschiedlichen Klassen müssen Mindestanforderungen an Materialmengen entsprechen. Festgelegt sind Farben des Hintergrundmaterials, deren Fläche (in qm) sowie die Länge des Reflexmaterials auf der Kleidung.

Piktogramm EN 388

EN 388 Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Die EN 388 listet die Kriterien für Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken auf. 4 Aspekte mechanischer Beanspruchung sind hier definiert: Abriebfestigkeit, Stichfestigkeit, Reißfestigkeit und Schnittfestigkeit. Handschuhe werden getestet und bekommen eine Leistungsstufe zugeordnet. Je höher, desto besser ist der Handschuh. Schnittfestigkeit bildet dabei eine Ausnahme. Sie wird gesondert geprüft und erhält eine eigene Leistungsstufe, die 5.

Piktogramm EN 388

EN 14404 Knieschutz

Der Knieschutz ist nur gewährleistet bei der zusammen zertifizierten Kombination von Knieschutzhosen und Knieschutzpads. Beim Knieschutz des Typs 2 handelt es sich um Polster, die in Taschen am Hosenbein fix oder lose befestigt sind.
Man differenziert 3 Klassen, die sich durch die Stärke des Durchstichschutzes unterscheiden.

Piktogramm EN 510

EN 510 Maschinenschutzbekleidung

Diese Norm legt Ausführungsanforderungen an Schutzkleidungsstücke fest, die das Risiko ihres Verfangens oder Einziehens durch bewegte Teile, wenn der Träger an oder in der Nähe von Maschinen oder Geräten mit gefährlichen Bewegungen arbeitet, minimieren. Die Norm umfasst keine Schutzkleidung gegen Verletzungen durch spezielle bewegte Maschinenteile, zum Beispiel Schutzkleidung für Nutzer von Kettensägen.

Zeichen für DIN 32781

DIN 32781 Schutzkleidung gegen Pflanzenschutzmittel

Diese Norm legt die Ausführung von und die Anforderungen an Schutzanzüge fest, die bei der Handhabung und Ausbringung (Spritzen, Sprühen) von verdünnten Pflanzenschutzmitteln getragen werden. Das Material der Schutzanzüge hat spezielle Anforderungen gegen Pflanzenschutzmittel hinsichtlich Festigkeit und Dichtheit zu genügen. Der Durchlassgrad (Penetration) wird mittels speziellen Prüfverfahren (Spritzverfahren nach DIN EN 14786:2006) bestimmt. Arbeiten mit unverdünnten, konzentrierten Pflanzenschutzmitteln erfordern zusätzliche Schutzausrüstung wie Schürzen, Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) und Gesichtsschutz.

Zeichen für EN ISO 374-5

EN ISO 374-5 Schutz vor Mikroorganismen

Dieser Teil von ISO 374 legt die Anforderungen und Prüfverfahren für Schutzhandschuhe fest, die den Anwender gegen Mikroorganismen schützen sollen. Wenn weitere Schutzmerkmale, zum Beispiel chemische Risiken, mechanische Risiken, thermische Risiken, elektrostatische Entladung, erforderlich sind, muss zusätzlich die entsprechende spezifische Leistungsnorm verwendet werden.
Weitere Informationen zu Schutzhandschuh-Normen Finden Sie in der EN 420.

Zeichen für EN 13034

EN 13034 Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien (Typ 6)

Schutzbekleidung des Typs 6 ist zur Verwendung gegen Risiken vorgesehen, bei denen man das Risiko als gering einschätzt, z. B. eine vollständige Schutzwirkung nicht erforderlich ist, da die Träger bei Verunreinigung rechtzeitig in der Lage wären, die Kleidung abzulegen.
Die Kleidung ist dafür vorgesehen, gegenüber kleinen Mengen von Spray und versehentlichen Spritzern zu schützen.

Neben Abriebfestigkeit, Weiterreißfestigkeit, Zugfestigkeit, Durchstichfestigkeit und Nahtfestigkeit werden der Abweisungsindex (Anteil einer festgelegten Chemikalienmenge, die im definierten Zeitraum vom Material abgewiesen wird) und der Penetrationsindex (Anteil einer festgelegten, Chemikalienmenge, die im definierten Zeitraum durch das Material dringt) geprüft. Geprüft werden Aerosol, Spray und leichte Spritzer von:
- 30% Schwefelsäure
- 10% Natronlauge
- O-Xylen
- Butan-1-ol (unverdünnt)

Zeichen für EN 13034

EN ISO 13982-1 Schutzkleidung gegen feste Partikel (Typ 5)

Diese Norm enthält die Festlegungskriterien der Mindestanforderungen an teilchendichte Chemikalienschutzkleidung, die widerstandsfähig gegen die Penetration schwebender fester Teilchen ist. Bei diesen Kleidungsstücken handelt es sich um Ganzkörperschutzkleidung, die Rumpf, Arm und Beine bedeckt, wie z. B. einteilige Overalls oder zweiteilige Anzüge.

Mit dieser Norm erfolgt Prüfung und Festlegung der nach innen gerichteten Leckagen. Zusätzlich werden Kriterien wie Nahtfestigkeit, Abrieb-, Biegeriss-, Weiterreiß- und Durchstichfestigkeit, auch mit definierten Bewegungsabläufen überprüft, um Einschränkungen im Arbeitsablauf oder sogar Beschädigungen durch die Bewegung auszuschließen.

Zeichen für EN 13034

EN 14605 Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien (Typen 3 und 4)

Die EN 14605 legt die Mindestanforderungen für Ganzkörper- und Teilkörperschutz von Chemikalienschutzkleidung fest. Unterschieden wird in flüssigkeitsdichte (Typ 3) und spraydichte (Typ 4) Kleidung.
Geprüft wird jeweils u.a. mit einem fluoreszierenden oder sichtbaren Farbstoff.

Typ3: Bestimmung der Beständigkeit gegen das Durchdringen eines Flüssigkeitsstrahls. Geprüft werden Verbindungen, Nähte und Verbünde – mit besonderer Aufmerksamkeit auf Dichtigkeit von Kreuznähten und Reißverschlüssen.
Typ 4: Bestimmung der Beständigkeit gegen das Durchdringen von Sprays. Das Spray wird 1 Minute auf die sich um 360° drehende Kleidung gerichtet, während Arme und Beine nach genauer Definition bewegt werden müssen.

Zeichen für EN ISO 14116

EN ISO 14116 Schutz gegen Hitze und Flammen

Diese internationale Norm legt die Leistungsanforderung an die Eigenschaften für sämtliche Materialien, alle Materialkombinationen und Schutzkleidung mit begrenzter Flammausbreitung fest. Zusätzlich beschreibt sei die konfektionstechnische Ausführung der Kleidung, z. B., dass es keinen Hautkontakt mit Material des Indexes 1 geben darf. Schutzkleidung dieser Norm soll die Möglichkeit einschränken, dass bei kurzem und unbeabsichtigtem Kontakt mit kleinen Zündquellen, die Kleidung zu brennen beginnt. Weitere Materialanforderungen sind Zugfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Nahtfestigkeit.
Wenn zusätzlich der Schutz gegen Gefährdung durch Hitze erforderlich ist, ist Kleidung dieser Norm ungeeignet.

Zeichen für EN ISO 14116

EB ISO 11612 Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Die Leistungsanforderungen dieser Norm gelten für Kleidung zum Schutz des Körpers gegen Hitze und/oder Flamme. Die Anforderungen sind für einen weiten Bereich von Anwendungen vorgesehen, in denen der Träger auch Strahlungswärme, konvektiver Wärme, Kontaktwärme oder Spritzern geschmolzenen Metalls ausgesetzt sein kann. Die Leistungsstufen sind durch die Buchstaben A bis F gekennzeichnet. Für alle Leistungsstufen gelten zusätzlich Zahlen. Je höher die Zahl ist, desto höher ist der Schutzfaktor.

Zeichen für EN 1149

EN 1149-1, 1149-3, 1149-5 Schutzkleidung elektrostatisch ableitfähig

Die EN 1149-5 regelt die Anforderungen an Werkstoffe (das Material) und die Ausführung für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung, die Bestandteil eines vollständig geerdeten Systems zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen ist.
Die EN 1149-3 legt das Verfahren für die Messung des Abbaus elektrostatischer Ladung von Oberflächen der Kleidungsmaterialien fest.
Die EN 1149-1 regelt das Verfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes der Kleidungsmaterialien.

Zeichen für EN ISO 11611

EN ISO 11611 Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Diese Norm legt die Mindestanforderungen für Schutzbekleidung fest, die dazu vorgesehen ist, den Träger gegen Schweißspritzer (kleine Spritzer geschmolzenen Metalls), kurzzeitigen Kontakt mit Flammen sowie Strahlungswärme aus einem elektrischen Lichtbogen zu schützen, der für Schweißen und verwandte Verfahren zum Einsatz kommt. Die Kleidung bietet unter üblichen Schweißbedingungen in begrenztem Maße elektrische Isolation gegenüber unter Gleichspannung stehenden elektrischen Leitern bis 100 V.
Neben mechanischen Eigenschaften wie Weiterreißfestigkeit, Zug-, Berst- und Nahtfestigkeit wird in zwei verschiedene spezifische Leistungsgruppen unterteilt.

Zeichen für IEC 61482

IEC 61482-1-2 Schutzkleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Diese Norm beschreibt die Verfahren zur Prüfung von Materialien und Kleidungsstücken für hitzebeständigen Flammschutzkleidung für Personen, die elektrischen Lichtbögen ausgesetzt sind.
Eine Einordnung erfolgt in zwei Prüfmethoden: Verfahren 1: Prüfung mit Hilfe eines offenen Lichtbogens und Verfahren 2: Prüfung mit einem gerichteten Lichtbogen.

Es erfolgt eine Unterteilung in 2 Klassen: Klasse 1 = 4 Kiloampere, Klasse 2 = 7 Kiloampere.

Die festgelegte Lichtbogendauer beträgt für beide Prüfklassen 500 Millisekunden (= 0,5 Sekunden). Prüfkriterien für Material und Kleidung: Nachbrennzeit 5 Sekunden, kein Durchschmelzen zur Innenseite, kein Loch größer als 5 mm Ø (der inneren Schicht).
Bei der Prüfung von Material wird zusätzlich noch der Wärmestrom überprüft, d. h. der Maximalwert der Temperaturerhöhung und der Zeitpunkt der Maximaltemperatur.

Zeichen für EN 421

EN 421 Schutz gegen radioaktive Kontamination

Diese europäische Norm legt Anforderungen an und Prüfverfahren für Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination fest. Die Norm gilt für Handschuhe, die die Hand und verschiedene Teile des Arms und der Schulter schützen. Sie gilt außerdem für Handschuhe, die in permanenten Umschließungen anzubringen sind. Diese Norm gilt auch für Übergangsärmel, die zwischen einem Handschuh und einer permanenten Umschließung eingesetzt werden. Die Anforderungen dieser Europäischen Norm gelten nicht für Schutzhandschuhe gegen Röntgenstrahlen. Die Norm behandelt insbesondere Aspekte der Qualität, des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Handschuhe, die dieser Norm entsprechen, werden in Bereichen eingesetzt, in denen eine Gefährdung durch ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination gegeben sein könnte, zum Beispiel bei der Handhabung von radioaktiven Materialien in Umschließungen.

Zeichen für EN 421-2

EN 421 Schutz gegen ionisierende Strahlung

Diese europäische Norm legt Anforderungen an und Prüfverfahren für Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination fest. Die Norm gilt für Handschuhe, die die Hand und verschiedene Teile des Arms und der Schulter schützen. Sie gilt außerdem für Handschuhe, die in permanenten Umschließungen anzubringen sind. Diese Norm gilt auch für Übergangsärmel, die zwischen einem Handschuh und einer permanenten Umschließung eingesetzt werden. Die Anforderungen dieser Europäischen Norm gelten nicht für Schutzhandschuhe gegen Röntgenstrahlen. Die Norm behandelt insbesondere Aspekte der Qualität, des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Handschuhe, die dieser Norm entsprechen, werden in Bereichen eingesetzt, in denen eine Gefährdung durch ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination gegeben sein könnte, zum Beispiel bei der Handhabung von radioaktiven Materialien in Umschließungen.

 

 

NORMEN FÜR PSA

Für Arbeiten bei extremen Witterungsbedingungen, schlechten Sichtverhältnissen, gefährlichen Einflüssen von Hitze, Funkenflug oder starker Spannung reicht gewöhnliche Berufsbekleidung nicht aus. In verschiedenen Gefährdungsbereichen ist die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorgeschrieben. Es geht immer um den Schutz und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsanalyse zu erstellen. Anhand dieser Analyse wird die Art und der Umfang der Persönlichen Schutzausrüstung festgelegt und vor welchen Gefahren die Schutzbekleidung schützen muss. Wer Schutzausrüstung welcher Kategorie zu tragen hat, regelt eine EU-Verordnung für PSA.

PSA-Verordnung (EU) 2016/425
Die PSA unterliegt einer EU-weiten PSA-Verordnung (EU) 2016/425. Hier sind die unterschiedlichen Gefährdungskategorien definiert, an denen sich Sicherheitsbeauftragte orientieren müssen. Die PSA-Verordnung unterscheidet generell drei Risikokategorien.

Kategorie I
Sie umfasst ausschließlich geringfügige Risiken, wie
- oberflächliche mechanische Verletzungen
- längerer Kontakt mit Wasser
- Kontakt mit schwach aggressiven Reinigungsmitteln
- Kontakt zu heißen Oberflächen mit weniger als 50° C
- Schädigung der Augen durch Sonneneinstrahlung
- Witterungsbedingungen, die nicht von extremer Art sind (z. B. Regen)

Kategorie II
Diese Kategorie umfasst alle Risiken, die nicht von den Kategorien I und III abgedeckt sind. Personen, die in Gefährdungsbereich arbeiten, die mit einem mittleren Risiko eingestuft werden, tragen Schutzkleidung der Kategorie II (z. B. Warnschutzbekleidung oder Bekleidung für leichten Hitzeschutz).

Kategorie III
Sie beinhaltet ausschließlich Risiken, die zu sehr schwerwiegenden Folgen wie Tod oder zu irreversiblen Gesundheitsschäden führen können, wie
- gesundheitsgefährdende Stoffe und Gemische
- Atmosphäre mit Sauerstoffmangel
- schädliche biologische Agenzien (chemische Stoffe oder Mischungen)
- ionische Strahlung
- Warme oder kalte Umgebungen, die vergleichbare Auswirkungen haben wie eine Umgebung mit einer Lufttemperatur von 100°C oder -50°C oder kälter
- Stürze aus der Höhe
- Stromschlag oder Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen
- Ertrinken
- Schnittverletzungen durch handgeführte Kettensägen
- Hochdruckstrahl
- Verletzungen durch Projektile oder Messerstiche
- schädlicher Lärm

Zertifizierung
Schutzbekleidung der Kategorien II und III müssen durch externe Stellen zertifiziert werden. Dazu wird eine Baumusterprüfbescheinigung ausgestellt. Eine Baumusterprüfbescheinigung ist eine Beurkundung mit detaillierten Prüfberichten zu einem speziellen Kleidungsstück. Es werden Artikelbeschreibung, verwendete Materialien und die erfüllten Schutznormen vermerkt. Die Gültigkeit dieser Bescheinigung ist seit 2010 auf fünf Jahre begrenzt.

Nachträgliche Veredelung
Wenn eine Schutzbekleidung nachträglich durch Logos, Embleme, Stickereien oder Reflexstreifen veredelt werden soll, kann die Schutzwirkung der Bekleidung herabgesetzt oder ganz aufgehoben werden. Die Zertifizierung der Schutzkleidung kann erlöschen. Veränderungen aller Art müssen daher vor dem Einsatz auf ihre Auswirkungen hin überprüft werden.
Die Hersteller von Schutzbekleidungen der Kategorien II und III haben mögliche Veränderungen beim Prüfinstitut mit anzugeben. Daher ist Vorsicht geboten bei der Veredelung, um die Schutzwirkung der Kleidung beizubehalten. Im Zweifelsfall verzichten Sie auf eine Veredelung zu Gunsten der Sicherheit des Trägers.

Informationen aus dem Wäscheetikett
Suchen Sie PSA mit Mindestanforderungen für Ihre Mitarbeiter, achten Sie auf die Zertifizierung der Produkte. Diese können Sie zum Beispiel dem Wäscheetikett entnehmen. Für Wäscheetiketten in PSA gibt es besondere Vorschriften. Im Etikett finden Sie folgende Angaben:
- Inverkehrbringer mit Adresse
- Artikelnummer des Produktes
- Zusammensetzung des Materials
- Normen in Piktogrammen und Klassen
- Der Hinweis ‚CE‘ gibt an, dass es sich um ein zertifiziertes Bekleidungsstück handelt. Die 4stellige Nummer, der der PSA der Kategorie III angehängt wird, ist die Nummer des zuständigen Prüfinstitutes.
- Ein ‚I‘ dient Ihnen als Hinweis, dass zu diesem Bekleidungsteil eine Infobroschüre mit wichtigen Hinweisen beiliegt.
- Größenangaben zu diesem Produkt

 

 

Schweißarbeiten

 

 

Sicherung für Arbeiten in Höhe

 

 

Arbeiten mit der Flex

 

 

Arbeiten an Bäumen

 

 

 

 

"MADE IN GERMANY" NEU DEFINIERT

Wie im aktuellen Haix Werbespot zu sehen ist, ist „Made in Europe“ nicht gleich „Made in Europe“. Denn das Zusammenführen von Schaft und Sohle eines Schuhes in Europa gilt als „Made in Europe“ und dabei spielt es fast keine Rolle wo die verarbeiteten Materialien produziert worden sind!

Leder aus Europa

Der Schuh Produzent Haix insbesondere Herr Haimerl, Inhaber der Fa. Haix, steht dem ganzen sehr kritisch gegenüber und bezieht deshalb das Leder für seine Schuhe zum einen über die Lederfabrik Heinen die seit 1891 ihren Standort Wegberg im Rheinland hat und zum anderen über die Firma Viviani die ihren Firmensitz in Kroatien hat. Das Leder wird bei der Firma Heinen unter der Flagge terracare produziert, welches dem Verbraucher ermöglicht sich für ein geprüftes, ökologisch produziertes Leder zu entscheiden. Aber auch das Familienunternehmen Viviani prodoziert Leder auf höchstem Niveau ökologisch, nachhaltig und mit hohen sozialen Standards für die Mitarbeiter (Natural Footprint). Haix rückt also den Begriff „Made in Europe“ in ein ganz anderes Licht und bezieht die Materialien für seine Produkte von Lieferanten aus unmittelbarer Nähe der Produktionen, um Frachtkosten und deren Klimabelastungen so niedrig wie möglich zu halten.

Gore-Tex und Crosstech Membranen

Haix arbeitet aber nicht nur mit den Firmen Heinen und Viviani zusammen, sondern auch mit der Firma Gore deren Produkte; Gore-Tex und Crosstech Membranen Anwendung in fast allen von Haix produzierten Schuhen findet. Diese sorgen in den Haix Schuhen für den optimalen Klimakomfort, Wasser dringt nicht ein. Der vom Fuß produzierte Schweiß kann in Form von Wasserdampf aus dem Schuh entweichen. Die Gore Crosstech Membran geht noch einen Schritt weiter und besitzt über die atmungsaktive Nässesperre hinaus die Eigenschaft Körperflüssigkeiten und/oder Bakterien dauerhaft vor dem Eindringen in den Schuh zu hindern. Wodurch sich der Einsatz einer solchen Membran besonders im Bereich der Feuerwehr und Rettungsdienste eignet.

Qualität und Nachhaltigkeit

Aber nicht nur die Lieferanten von Haix legen Wert auf höchste Qualität und Umweltstandards, sondern auch Haix selbst legt stark vor! Produktionen, die durch Photovoltaik Anlagen mit Strom versorgt werden, gepaart mit einer niedrigenergie-Architektur lassen sich zu einem der modernsten Produktionsanlagen zusammen führen, die weit über den Standards gesetzlicher Vorgaben liegen (ISO 14001). Wer also einen modernen Sicherheits-, Einsatz- oder Feuerwehrstiefel sucht, der nicht nur durch seine Qualität, seinen Tragekomfort und seine Langlebigkeit überzeugt, sondern auch nachhaltig was für unseren Planeten tun will, greift sicher gerne zur Marke Haix.

Darüber hinaus bietet Haix seit Ende 2017 auch eigene Workwear an, die selbstverständlich genauso qualitativ und nachhaltig produziert wird, wie die seit Jahren überzeugenden Schuhe von Haix.

FUN FACT:

HAIX steht für Xaver Haimerl. Vor über 60 Jahren fügte der Firmengründer das X seines Vornamens an die ersten drei Buchstaben des Nachnamens kurz: HAIX

 

 

MASCOT & TESLA?

Um diese Frage vorweg zu beantworten: Nein Mascot und Tesla haben nichts gemeinsam, außer die umweltbewusste und fortschrittliche Mentalität aus dem Norden.

Das Unternehmen Mascot

Eine große Produktauswahl, super Service, weltweiter Vertrieb und eine gesunde Portion skandinavische Mentalität. Dafür steht Mascot Workwear. Gegründet wurde das Unternehmen 1982 in Dänemark, genauer in Silkeborg, wo sich noch heute die Hauptverwaltung von Mascot befindet. Schon seit Gründung der Firma geht Mascot einen steilen weg und ist stets auf der Suche nach neuen Innovationen. Um ein Portfolio von gut 20.000 Artikeln kontinuierlich liefern zu können, weihte Mascot 2008 die erste Fabrik in Vietnam ein, 2013 dann die zweite in Laos.

Die Philosophie

Die Firma Mascot denkt groß und steckt sich selbst sehr hohe Ziele. Das spiegelt sich unter anderem in den Hauptmärkten wider, denn Mascot Produkte werden in ganz Westeuropa ausgeliefert und vertrieben. Unter dem Leitsatz „wir wollen nicht die billigste, sondern die beste Workwear herstellen“ produziert Mascot Bekleidung, die auch genau diese Aussage wiederspiegelt. Schon auf den ersten Blick stellt man bei Mascot Produkten fest, dass es sich um eine sehr hohe Qualität handelt.

Das Besondere

Und wer sich in Sachen Qualität so hohe Ziele steckt, lässt sich selbstverständlich auch in Sachen Nachhaltigkeit und Kontrollen nichts vormachen. Zertifizierungen wie ISO14001, Öko-tex 100 und SA8000 stehen auch bei Mascot an erster Stelle. Zusätzlich hat Mascot selbst noch einige selbst erstellte Brands ins Leben gerufen um die Nachhaltigkeit zu steigern. So z.B. das ClimaScot Logo, bei dem Recyclingmaterialien ihre Anwendung in der Bekleidung finden. Oder das TENCEL Logo, bei dem Fasern, die aus Hölzern aus nachhaltiger Fortwirtschaft gewonnen werden, verarbeitet werden. Mascot nimmt also die soziale Verantwortung als international operierendes Unternehmen sehr ernst. Ist Mascot also in Sachen Nachhaltigkeit, als Unternehmen vergleichbar mit Tesla?.....

Wir denken schon!

 

 

 

 

 

 

Schuh schwarz
Schuh limonengrün
Schuh schwarz

SICHERHEITSSCHUHE UND DEREN KLASSEN

Klassifizierung

Sicherheitsschuhe klassifizieren sich grundsätzlich in 7 Kategorien: SB, S1, S1P, S2, S3, S4 und S5. Vorgeschrieben werden diese von der Berufsgenossenschaft in Bezug auf den jeweiligen Beruf und deren Anforderungen.

Weitere Ausstattung

Alle Sicherheitsklassen bis auf die Klasse SB verfügen über eine Zehenschutzkappen, besitzen antistatische Eigenschaften und rutschhemmende Sohlen. Die Klassen S1P, S3 und S5 verfügen zusätzlich zu einer Stahl-, Aluminium- oder Kunststoffkappe eine durchtrittsichere Sohle. Die gängigste Art ist hierbei der Sicherheitsschuhe der Klasse S3, da dieser ein hohes Maß an Sicherheit bietet und zugleich dem Träger einen guten Komfort.

Über die 7 Sicherheitsklassen hinaus gibt es noch zusätzliche Eigenschaften wie das "KWF Profi" Siegel, welches Schuhe zertifiziert die mindestens ein Jahr im täglichen Einsatz einer Dauerbelastung bei Waldarbeiten ausgesetzt waren. Dieses Siegel gewährleistet dem Endverbraucher die Sicherheit das geprüfte Schnittschutzschuhe tatsächlich für den täglichen Einsatz bei Forstarbeiten geeignet sind.

Schnittschutz

Einen weiteren Parameter stellen dabei die Schnittschutzklassen 1-4 dar. Diese werden unter Laborbedingungen festgelegt und geprüft, Schutzklasse 1 entspricht 20 m/s Kettengeschwindigkeit, bis hin zur Schutzklasse 4 bei der mit 32 m/s der Kettengeschwindigkeit geprüft wird. Wichtig hierbei ist noch, dass es bei Schnittschutz grundsätzlich darum geht, die Kettenbewegung möglichst schnell zu stoppen, was durch "aufrippeln" der Schnittschutzbekleidung oder Schnittschutzschuhen gewährleistet ist.

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